Letzte Änderung: 05.12.2003
Tipps zur Erlebniserzählung
Stoffsammlung und Schreibplan
Schreibe auf, was dir spontan zum Thema einfällt, ordne dann die Notizen
in einer sinnvollen Reihenfolge! Überprüfe außerdem, ob du
das Thema genau erfasst hast. Fertige eine Skizze zum Aufbau an
(Erzählmaus), in der du die Elemente des Aufbaus einträgst. Lege
einen Schreibplan an, der folgenden Aufbau berücksichtigt:
Aufbau
Die Überschrift weist nur andeutungsweise auf das Geschehen
hin, muss kurz sein und soll Interesse wecken!
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Die Einleitung behandelt die W-Fragen (Wer, Was, Wo, Wann,
Warum?) und führt aus der Sicht des noch ahnungslosen (Ich-)Erzählers
in die Geschichte ein. Schildernde Elemente sollen vor allem die Umgebung,
die Gefühlslage usw. beschreiben.
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Der Hauptteil besteht aus der Spannungssteigerung, die
eine Hinführung zum Höhepunkt ist. Schilderungen nehmen zu, die
Handlung muss aber dennoch fortgeschrieben werden. Der Höhepunkt
besitzt kurze Sätze, stellt das Ereignis mit Sinneswahrnehmungen dar
(=innere Handlung), ist knapp gestaltet und im szenischen Präsens
geschrieben.
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Im Schlussteil wird die Handlung zügig zu Ende geführt
und die Stimmung nach dem Ereignis beschrieben. Wechsle wieder zum
Präteritum!
Wichtige Regeln
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Schreibe im Präteritum, der Höhepunkt wird aber durchgehend im
Präsens verfasst!
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Verknüpfe stets innere und äußere Handlung!
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Spannung kannst du mit folgenden Mitteln erzeugen:
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Kurze Sätze
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Vergleiche
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Ausrufe
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Anschauliche Verben und Adjektive (Sinne, Farben, Formen)
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Abwechslung im Satzbau und in der Wortwahl (Verben, Adjektive, Substantive)
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Wörtliche Rede
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Innerer Monolog (formuliere dazu Gedanken und Phantasien wie eine wörtliche
Rede)
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Lass Gedanken und Gefühle übermächtig werden! Die Geschichte
muss wahrscheinlich sein, darf aber im Bereich der Eindrücke durchaus
übertreiben!
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Erzeuge keine Katastrophenstimmung! Dadurch wird das Ereignis nicht spannender
und es besteht die Gefahr, dass du mehrere Themen koppelst bzw. Höhepunkte
gestaltest.
Von Raimund Hofmann