Letzte Änderung: 05.12.2003
Tipps zum Streitgespräch
Stoffsammlung und Schreibplan
Schreibe auf, was dir spontan zum Thema einfällt, ordne dann die Notizen in einer sinnvollen Reihenfolge! Überprüfe außerdem, ob du das Thema genau erfasst hast: achte vor
allem auf die Begründbarkeit deiner Ideen! Lege einen Schreibplan an, der folgenden Aufbau berücksichtigt:
Aufbau
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Die Einleitung behandelt die W-Fragen (Wer ist am Gespräch beteiligt?
Was ist das Thema des Gespräches? Wo spielt das Gespräch?
Wann findet die Unterhaltung statt? Warum kommt
es zur Unterhaltung?). Sie soll das Interesse des Lesers wecken und ihn zum Thema hinführen, indem sie den
Streitanlass nennt.
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Der Hauptteil beinhaltet das eigentliche Streitgespräch. Die zwei Personen sollten jetzt vor jedem "Auftritt" in
Dialogform namentlich genannt werden, die Kennzeichnung der direkten Rede
durch Anführungszeichen ist aber nicht nötig (Hans: Ich finde, dass ein
Buch mehr nützt als das Fernsehen, weil man die Informationen immer wieder nachschlagen
kann).
Achte außerdem darauf, dass sich die Personen abwechseln. Jeder
nennt also jedes Mal nur ein Argument, dann kommt die nächste Person. Insgesamt sollte jeder der beiden Beteiligten
3-5 Argumente anführen!
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Im Schlussteil hast du drei Möglichkeiten: Erstens kann ein sinnvoller Kompromiss
geschlossen werden, im zweiten Fall trennen sich die "Streitpartner" ohne Lösung oder sie einigen
sich drittens auf einen der beiden Standpunkte. Zweckmäßig ist eine praktische Konsequenz aus dem Gespräch. Der
Schlussteil wird auch als Dialog verfasst.
Wichtige Regeln
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Achte auf den Aufbau der Argumente. Jedes Argument enthält drei Teile:
Behauptung, Begründung und Beispiel!
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Die Argumente sollen logisch und nachvollziehbar sein.
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Nenne die überzeugendsten Argumente am Schluss, damit ihr "Gewicht" nicht verloren geht!
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Die beiden Gesprächspartner müssen in etwa ebenbürtig sein, sonst ist schon von vornherein klar, wer gewinnt!
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Das Ziel besteht darin den Konflikt zu lösen, wenn dies auch nicht immer der Fall sein muss!
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Weiche nicht vom Thema ab! Der Dialog kann dazu verführen Nebensächliches zu nennen.
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Es besteht ein Unterschied zwischen Streit und Streitgespräch:
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Vermeide deshalb zu persönliche Stellungnahmen, die in Beleidigungen oder Beschimpfungen ausarten!
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Die Dialogpartner nehmen sich gegenseitig ernst und gehen aufeinander ein, greifen sich aber nicht unnötig an!
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Bleibe sachlich, verwende aber dennoch Witz und schlagfertige Argumente, damit das Gespräch lebendig wird!
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Sprache:
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Schreibe die Einleitung im Präteritum (=Imperfekt), den Hauptteil
und Schluss aber im Präsens, damit sich der Leser mit den Standpunkten identifizieren kann!
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Verwende Überleitungen in sprachlicher Form (Konjunktionen, Adverbien) oder inhaltlich durch die Wiederaufnahme des vorhergehenden Arguments. Damit erreichst du, dass sich die
Argumente aufeinander beziehen. Denke daran, dass es ein echtes Gespräch werden sollte!
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Wechsle Satzbau und Wortwahl ab! Nichts ist langweiliger als der typische
Subjekt - Prädikat - Objekt - Aufbau! Vermeide auch
Wiederholungen wie das zu häufige Vorkommen von "man",
"kann" oder "du"!
von Raimund Hofmann