Grammatik - Übersicht

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Wie und wozu Konjugationen lernen?

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Um richtig übersetzen zu können, musst du zuerst das Verb sorgfältig bestimmt haben. Das kannst du nur, wenn du weißt, zu welcher Konjugation ein Wort gehört.

z.B. audet:  In der a-Konjugation wäre es Konjunktiv Präsens, in der kons. Konjugation Futur I. Da es aber zur e-Konjugation gehört, ist es Indikativ Präsens.

Die Konjugation erkennst du immer an den ersten beiden Stammformen: Infinitiv und 1. Sg. Indikativ Präsens. 

Infinitiv 1.Sg.Ind.Präs. Beispiel Konjugation
-are  -(a)o mandare, mando a-Konj.
-ere (langes e) -eo suadere, suadeo e-Konj.
-ire -io finire, finio i-Konj.
-ere (kurzes e) -io fugere, fugio Mischklasse
-ere (kurzes e) -o sinere, sino kons. Konj.

Wenn du von suadeo, finio, sino usw. die Personalendung -o wegschneidest, hast du den Präsensstamm dieses Verbs, also suade- fini-, sin-. Laudo hieß ursprünglich laudao, aber dann hat das o das a quasi einfach verschluckt.  

Den letzten Buchstaben des Stamms nennt man Stammauslaut. Nach diesem Stammauslaut haben die Konjugationen ihren Namen. Die a- Konjugation heißt so, weil der Stammauslaut ein a ist, in der i-Konjugation endet der Stamm auf i, in der konsonantischen Konjugation auf einen Konsonant.

Die Mischklasse bildet die meisten Formen wie die i-Konjugation, d.h. das -i gehört zum Stamm. Nur vor -r (wie im Infinitiv) und am Wortende meint das i, es müsste jetzt unbedingt zum -e werden ;-).

Die a- und die e-Konjugation bilden das Futur I mit -bi-, die anderen alle mit -e-. Typisch für den Konjunktiv Präsens ist in fast allen Konjugationen das Moduskennzeichen -a, das an den Stamm gehängt wird. Weil die a-Konj. aber schon ein -a hat, tauscht sie es im Konjunktiv Präsens mit einem -e.

Alles keine Hexerei, oder?

von Katja Mayer